Die Suche in der SPD nach dem geeigneten Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 war lange Zeit ein Ratespiel. Erst mit der Bildung der Troika aus Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück kristallierte sich langsam heraus, wer es denn nun werden würde. Anfangs fand ich die Troika eine gute Idee, denn sie signalisierte Geschlossenheit und Tatkraft. Doch schon bald begann auch mich das Bild der Troika zu stören. Es wurde eintönig und der anfangs positive Effekt verlor an Schubkraft, ja wirkte gar als Bremsklotz.
Am gestrigen Freitag dann der Paukenschlag: Sigmar Gabriel erklärte auf einer Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus, dass er Peer Steinbrück zum SPD-Kanzlerkandidaten vorschlagen wird. Auch wenn hierbei der lange gepredigte Zeitplan über den Haufen geworfen wurde, so war das Vorgehen aus meiner Sicht vollkommen richtig. Der öffentliche Druck war enorm geworden, die Kandidatenfrage hat die SPD gelähmt und die inhaltlichen Debatten überlagert. Daher war der Schritt richtig, nun zu reagieren um jetzt genügend Zeit für die Ausarbeitung der Inhalte zu haben.
Mit Peer Steinbrück wurde meiner Meinung nach die bestmögliche Wahl getroffen. In Zeiten der Eurokrise gibt es wohl keinen erfahreneren Mann in der SPD als Peer Steinbrück. Zu seiner Zeit als Bundesfinanzminister in der Großen Koalition hat er sich als Krisenmanager bewährt und viel Schaden von Deutschland abgewendet. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel stets nur verwaltet, hat Peer Steinbrück engagiert, mutig und erfolgreich gehandelt.
Nichtsdestotrotz ist Peer Steinbrück innerhalb der SPD kein unumstrittener Kandidat. Ein Argument einer kleinen Gruppe in der SPD ist es, dass man mit Steinbrück bisher keine Wahlen gewonnen habe. Dieses Argument ist für mich mehr als abwegig. Erst nach seiner Wahlniederlage in NRW hat er sich als Krisenmanager einen Namen gemacht und seine Bekanntheit und Beliebtheit gesteigert. Man kann die damalige Situation nicht mit der heutigen vergleichen. Im direkten Vergleich bestätigen zudem Umfragen, dass Steinbrück als Kontrahent zu Merkel unter den 3 Troika-Mitgliedern die größten Siegchancen ausgerechnet werden. Vielmehr scheint mir dieses und weitere Gegenargumente nur dazu zu dienen, Steinbrück zu beschädigen.
Nun braucht es aber die volle Unterstützung der gesamten SPD für unseren designierten Kanzlerkandidaten. Hierbei appelliere ich vor allem an den linken Flügel der SPD, der leider für unnötige Personalbeschädigungen bekannt ist. Die 23 % bei der Bundestagswahl 2009 waren nicht das Resultat eines schlechten Kandidaten oder eines schlechten Programms. Vielmehr waren es leidige Personaldiskussionen, die ein zerrissenes Bild der SPD in der Öffentlichkeit zeichneten.
Auch in anstehenden Koalitionsfragen bin ich froh, dass wir mit Peer Steinbrück ins Rennen gehen werden. Mit ihm werden, immer mal wieder diskutierte, Rot-Rot-Grün-Utopien nicht zu machen sein. Die Partei „Die Linke“ beweist regelmäßig aufs Neue, dass sie nicht regierungsfähig ist und besonders für uns in der SPD sollten Koalitionen mit ihr auf Bundesebene auch in Zukunft kein Thema sein.
In der Pressekonferenz hat Peer Steinbrück schon gesagt, dass er sich Gerhard Schröder als Vorbild nehmen will. Auch hier bin ich seiner Meinung. Ich bin 2004 wegen Gerhard Schröder in die SPD eingetreten und der Erfolg seiner Agenda-Politik dürfte heute jedem Realisten klar sein.
Mit seinem Bankenpapier zur Regulierung des Finanzsektors hat Steinbrück den ersten inhaltlichen Aufschlag gegeben. Nun gilt es auch die anderen Themenfelder mit Leben zu füllen. Für mich steht fest, dass Peer Steinbrück die beste Wahl ist und deshalb ist er schon heute: Mein Kanzler !
Da kann ich dir nur recht geben!
AntwortenLöschenPeer hat die "Durchschlags"kraft und vorallem auch die nötige Kompetenz um nicht nur die Wahl zu gewinnen, sondern auch eine Politik FÜR Deutschland, FÜR Europa, und vorallem FÜR die Menschen zu machen, die diesen Namen auch verdient hat!
Ich hoffe er hat unser aller Unterstützung!